Erfolgreiche SM 2020

Rangliste Reussler  

Gesamtrangliste   

Schlussklassement "Preis der Ehrenmitglieder" / "meilleur club suisse"    --> Reuss Rang 20

Schlussklassement "Vive la relève de l'aviron suisse"  --> Reuss Rang 5

 

Zum Bericht des Leistungssportkaders

Zum Bericht der Mastersruderer

 

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Reuss erfolgreich an der SM

4 Medaillen, davon 3 Gold und 1 Silber – Anmerkungen aus Trainersicht

 

An der diesjährigen SM konnte sich der Reuss fast schon wieder in altgewohnter Stärke präsentieren, und wie es nunmal zu einem Neuanfang gehört, dies vornehmlich bei den jüngeren Sportlerinnen und Sportlern. Der folgende Bericht beschränkt sich in der Ausführung auch auf die SM-Leistungen der Elite- und Jugendrudernden, welche als Reuss-Leistungssport-Team unter Trainer Thomas Melges trainieren.

 

Dem Pandemie-Schutz-Konzept geschuldet mussten die U15-Junioren bereits am Freitag alle Rennen bestreiten. Unser Young-Star Oscar Krause hatte damit bereits am Freitag 4 Rennen, verteilt auf 2 Vorläufe und 2 Finals. Um es zusammenzufassen, alle 4 Rennen konnten siegreich beendet werden. Damit gelang dem Reuss am Freitag ein Doppel-Meister-Stück mit dem Sieg im Junioren-Skiff U15 und im Junioren-Zweier U15.  Zusammen mit Leonard Fauteck gewann Oscar Krause souverän und in einer Top-Zeit den Zweier 2x-U15 und nur wenig später auch den Skiff 1x-U15. Damit ist für den Reuss eine Basis geschaffen, auf der sich die zukünftige Jugendarbeit im Leistungssport gestalten lässt. Gerade auch die Leistung von Leonard Fauteck zeigt, dass über die Reuss-Jugendarbeit ein erfolgreicher Quereistieg in das Regattateam möglich ist, denn Leonard war spät erst zur Trainingsgruppe gestossen. Er zeigte aber von Anfang an, dass er das Rudern in der Jugendgruppe Reuss hervorragend gelernt hatte. Oscar hingegen kam bereits mit SM-Erfahrung nach Luzern und krönte vorerst seine tolle und aussichtsreiche sportliche Entwicklung. Glückwunsch beiden jungen Sportlern !

 

  

Fotograf: © Detlev Seyb (Swiss Rowing)

 

Den nächst-älteren Ruderern Henry Krause und Lio Lampkowski erging es in ihrem Zweier nicht ganz so gut. Mit einem Vorlauf unter ihren Erwartungen schieden sie frühzeitig aus den weiteren Rennverlauf aus. Sicherlich spielten dabei langdauernde gesundheitliche Probleme in der Vorbereitungsperiode auch noch eine Rolle. Dass sie jedoch viel mehr leisten können, zeigten die beiden Reuss-ler dann im Vierer 4x-U17. Zusammen mit einer sehr sympathischen Zweierpaarung aus Erlenbach hatte man unmittelbar vor Meldeschluss zur SM noch eine Renngemeinschaft gebildet, eine richtige Entscheidung, wie sich spätestens im Finale herausstellte. Mit einer offensiven und mutigen Renntaktik konnten die vier Junioren trotz nur drei gemeinsamer Trainings im Vorfeld den Anschluss an die Spitze halten und belohnten sich mit einer tollen Endzeit und Schlussrang 4. Ein versöhnlicher Abschuss !

 

Fotograf: © Jean-Michel Billy
 

Der erst 14-Jährige Oscar Krause nahm am Wochenende nach seinen zwei Meistertiteln auch noch in der Skiff-1x-Konkurrenz der nächstälteren Generation U17 teil, und zwar über die gegenüber U-15 längere Distanz von 1500 Meter. Diese Herausforderung beendete er mit seinem siebten Rennen an drei Tagen mit einem beachtlichen zweiten Platz im B-Finale, was dem 8. Gesamtrang entspricht. Eine beachtliche Vorstellung !

 

Fotograf: © Jean-Michel Billy

 

In derselben Alterskategorie nahm Vivien Goretic auch in zwei Rennen teil und zwar eines davon ebenfalls in einer Renngemeinschaft zusammen mit Alexa von der Schulenburg aus Küsnacht am Zürichsee. Im Gegensatz zu den Junioren entstand diese Paarung weitaus früher und konnte entsprechend regelmässig am Rotsee gemeinsam trainieren. Das Ergebnis war nach einem souveränen Vorlaufsieg der erste Platz im Finale der SM. Die äusserst seriöse Vorbereitung führte zu einer taktisch einwandfreien und rudertechnisch herausragenden Leistung und wurde zurecht mit dem Meistertitel im Zweier 2x-U17 der Juniorinnen belohnt. Sehr gut gemacht !

 

Fotograf: © Jean-Michel Billy

 

Neben dem Zweier trat Vivien Goretic auch im Skiff 1x-U17 an, und zwar mit jeweils besten Vorleistungen aus Vorlauf und Halbfinale. Im Finale fehlte dann allerdings ein wenig der Mut, um auch zur Streckenhälfte das hohe Tempo der Erstplatzierten mitzugehen. Einmal den Anschluss verloren, kam Vivien mit einem fulminanten Endspurt zwar noch auf gleiche Höhe mit der späteren Siegerin, am Ende blieb jedoch Platz 2 und Silber mit weniger als einer Sekunde Rückstand. Auch wenn  dieses Finale vielleicht eine nicht ganz optimale Umsetzung der vorhandenen Fähigkeiten war, ganz sicher jedoch war es eine tolle Leistung. Den zweiten Platz gewonnen, keineswegs den ersten Platz verloren !

 

Fotograf: © Jean-Michel Billy

 

Die erwachsenen Ruderinnen Anne-Kathrin Witt und Nina Thölking starteten zusammen im Zweier und jeweils im Skiff. Auch hier gab es diverse gesundheitliche Probleme im Vorfeld der SM, trotzdem gingen beide Sportlerinnen vorbehaltlos an die grossen Aufgaben. Nina Thölking konnte im Einer HW-1x einen vierten Rang erzielen und sich damit noch knapp vor Anne-Kathrin Witt platzieren. In diesem Rennen siegreich war Jeanine Gmehlin von Frederique Rol und Eline Rol. Somit platzierten sich ausschliesslich Kader- und zum Teil Weltklasse-Athletinnen vor unseren Damen, und davon war auszugehen. Allerdings haben sich beide Sportlerinnen des Reuss bestens in Szene setzen können und gezeigt, dass bei konsequenter Vorbereitung auch auf Vereinsebene der Vergleich zur Weltelite möglich und  sinnvoll ist.

Noch besser erging es unseren Elite-Seniorinnen zusammen im Zweier HW-2x. Auch hier waren international erfolgreiche Kadersportlerinnen wie Pascale Walker oder Patricia Merz  die Gegnerinnen. Dennoch behauptete unser Reuss-Zweier fast bis ins Ziel Platz drei und musste sich erst im Endspurt einem stark aufkommenden Boot mit ex-internationalen Athletinnen geschlagen geben. Mit Vorlaufplatzierung 2, Schlussrang 4 und einer tollen Finalzeit können alle Beteiligten sehr zufrieden sein. Um so mehr gilt dies, wenn man bedenkt, dass Nina Thölking erst seit gut einem Jahr rudert und dies eines der ersten Ruderwettkämpfe in dieser jungen Ruderkarriere war. Beide Sportlerinnen haben sich bei stärkster Gegnerschaft bestens verkauft und den Reuss im Bereich der Elite würdig vertreten. Weiter so !

 

Fotograf: © Jean-Michel Billy

 

Ein Highlight zum Schluss ... nach drei sehr langen und intensiven SM-Renntagen mit Erfolgen und Überraschungen, mit viel Freuden und wenig Tränen, wurde das Reuss-Team im Clubheim äusserst herzlich empfangen. Bei erfrischenden Reden und Glückwünschen von Vereinspräsident Andreas Eisenbart sowie einem umfangreichen und köstlichem Essen wurden nochmals die Höhen und Tiefen des Wochenendes für die zahlreichen Gäste geschildert. Mit dabei genoss der Fotograph Jean-Michel Billy aus Biel das Ambiente im Reuss. Er, ansonsten für die Bilder des SRV an internationalen Rotsee-Wettkämpfen verantwortlich, begleitete als Bekannter und Freund unser Team vor und während der Titelkämpfe und machte dabei hervorragende Bilder. Merci-bien an Jean-Michel. Merci auch an das Koch-Team, an die helfenden Eltern und an alle lieben Vereinsmitglieder und Besucher, welche uns während der Rotsee-Tage mit viel Engagement unterstützt haben. Dies gilt auch den Vorstandsmitgliedern des Reuss, die wie beispielsweise Andreas und Clemens unermüdlich die vielen Vor-, Zwischen- und Endläufe unserer Sportlerinnen und Sportler vor Ort verfolgten.  Ein solcher Support ist nicht selbstverständlich und wird von Trainer und Sportlern sehr geschätzt. Merci.

 

  

Fotograf: © Jean-Michel Billy

 
Bericht von: Thomas Melges, 21. September 2020
 
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Bericht Masters 
 
Bild: Detlev Seyb (Swissrowing)
 

Auch die Schweizer Meisterschaften waren vom Corona-Virus geprägt: Verschoben auf das eigentlich dem Breitensport-Anlass BILAC vorbehaltene Bettags-Wochenende konnten sie immerhin in entflochtener Form durchgeführt werden – alle 1000-Meter-Rennen fanden am Freitag statt. Damit war es als Athletin in fortgeschrittenem Alter unmöglich, alle fünf geplanten Rennen zu bestreiten, zumal ich gleichentags als Gastgeberin eines publizierten, öffentlichen Referats jener Doktorandin der EAWAG auftrat, der zurzeit Roman Röösli als Praktikant wertvolle Hilfe leistet. Meine Auswahl galt den beiden Doppelzweiern. Während die Erfolgsaussichten im Mixed2xF (60-64jährig) bei 35 Jahre jüngeren Gegnern gering waren, hatten wir uns vorgenommen, unseren ewig gleichen, übermächtigen Gegnerinnen der Renngemeinschaft Belvoir/Küsnacht im MW2xE (55-59jährig) die Stirn zu bieten. Technisch hervorragend vorbereitet durch das Coaching von Urs Graf wurden Claudia und ich erst im Schlussspurt von Ulli und Suzanne bezwungen, was trotz des kleinen Feldes mit der Silbermedaille honoriert wurde - das dritte Boot aus Basel war bedauerlicherweise verletzungsbedingt nicht am Start (Berich: Fränzi Schönborn).

 

Zusätzlich startete auch Melanie Rudin in der Kategorie Master, zusammen mit den Ruderratten. Sie konnte hervoragend zwei Goldmedaillen im 4x und 8+ gewinnen sowie einen zweiten Rang im Doppelzweier errudern.

 

  

Bilder: Detlev Seyb (Swissrowing)

 

 

 

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