Freitag, der 3. August 2012. Der Himmel ist stark bewölkt, aber Brigitte als Organisatorin hat beschlossen, es trotzdem zu probieren. Also finden sich am frühen Abend zwanzig mehr oder weniger mondsüchtige Rudernde vor dem Bootshaus ein. Die Boote, nämlich Feuerzauber, Lift, Poseidon und Powerlungs sind schon bald mit dem Notwendigen für die Reise nach Küssnacht ausgerüstet. Es kann losgehen.
Mit Kurs "Heiland" erreichen wir bei relativ ruhigem Wasser schon bald das Meggerhorn. Das Tempo ist recht hoch - offenbar will kein Boot die rote Laterne übernehmen. Und so geht es ganz flott voran.
Vor Meggen werden auf der Poseidon die Plätze gewechselt, und auf dem Feuerzauber beginnt sich die Besatzung zunehmend am ruhigen Wasser zu freuen. So kommt es, dass auf der Zielgeraden nur
noch die Powerlungs und der Lift um den Spitzenplatz wetteifern. Erstere angetrieben durch den buchstäblich mit allen Wassern gewaschenen Schlagmann Andreas Eisenbart, letztere in technisch
perfekter Manier dank dem ständigem Online-Nachhilfe-Unterricht. Doch da passiert es: Auf der Powerlungs rutscht plötzlich eine Brille von einer Nase. Die Mannen vom Lift, in genialer Weise geführt von Steuerfrau Susi, packen die Chance und holen die entscheidenden zwei Zentimeter Vorsprung heraus. Trotz diesem atemberaubenden Kampf langen schliesslich alle vier Boote fast gleichzeitig in Küssnacht an und es kann ausgewassert werden.
Einige kühlen sich bei angenehmen 19.7 °C im See ab, während die meisten die stark überhitzten Innenwände ihrer Körper einer Bier-direkt-Kühlung unterziehen. Bald schon werden feine Menus aufgetragen und mit grossem Genuss verzehrt. Bei idealen Bedingungen geniesst man den milden Sommerabend. Nur von einem Mond ist weit und breit nichts zu sehen. Wäre es nicht schon dunkel gewesen - man hätte die ansonsten äusserst tüchtige Organisatorin Brigitte wohl hold erröten sehen. Und nach einem aufweckenden Kaffee heisst es schon bald wieder in die Boote zu steigen.
Die Rückfahrt ist vom Feinsten: Auf absolut glatter Wasserfläche fliegen wir nur so dahin. Gesprochen wird kaum mehr. Alle geniessen die perfekten Verhältnisse. Und dann - kurz vor Greppen - geschieht das Unfassbare: Die Wolkenkulisse lichtet sich unvermittelt und der freundlich Mr. Moon zaubert sein fahles Licht aufs Wasser. Ein allgemeines "Ah" und "Oh" ertönt - und Brigitte sieht ihren Mut auf schöne Weise belohnt. Mit dieser zauberhaften Beleuchtung ist es natürlich noch viel schöner!
Bald schon ist das Meggerhorn wieder erreicht. Zwar hat der "Heiland" unterdessen seine Lampen gelöscht, aber andere Positionslichter helfen uns, den Kurs zu halten. Und so fahren wir gegen Mitternacht ohne Probleme in die heimische Bucht ein. Alle sind zufrieden und bedanken sich bei Brigitte für die perfekte Organisation dieses tollen Anlasses.
Georg Graf