Bärti Keiser (Fotos) und Roman Oberholzer (Text)
Es hätte einem Furcht und Bange werden können, letzten Samstag um 17 Uhr: ca. 30 Samichläusinnen und –chläuse, unter ihnen auch solche vom Breitensport Jugend, mit den typischen roten Zipfelmützen versammelten sich beim Bootshaus. Aber ihre sportliche Kleidung verriet, dass sie nicht von Haus zu Haus ziehen werden, um Kinder zu belohnen oder zu bestrafen, sondern dass sie bald zum traditionellen Chlausrudern aufbrechen werden. Per Los wurden die Boote zugeteilt, und so stachen der Seebär, Actavis, Powerlungs, Lift und Feuerzauber in See.
Bei perfekt-ruhigem Wasser und für Dezember angenehmer Temperatur gings in die Bucht und der Hotelmeile entlang den See hoch. Die vielen geschmückten Bäume entlang der Route, das Eisfeld vor dem KKL und die vielen Beleuchtungen (u.a. Seebrücke und der Hotels) kündeten die festliche Weihnachtszeit an – es war eine wunderbare Stimmung auf dem ruhigen See. Man kam nicht mehr aus dem Staunen heraus, so wie damals, als wir alle noch Kinder waren. Die super Fotos von Bärti Keiser unter dem Menu "Breitensport / Bildgalerien" beweisen dies. Vor dem Weihnachtshotel Seeburg wurde "geankert" und die Boote miteinander "vertäut", denn nun wurde der Glühwein und die (selbstgebackenen) Guetzli ausgepackt und mit allen geteilt – die perfekte Chlausfeier auf hoher See! So wanderten Thermosflaschen und Guetzlibüchsen von Boot zu Boot, bis alle Chläusinnen und Chläuse für die Heimfahrt gestärkt waren. Diese führte selbstverständlich über St. Niklausen, wo es aber dunkel und ruhig war – offenbar war der Samichlaus selbst unterwegs bei den Kindern ....
Im Bootshaus angekommen, wurde die rudernde Chlausgesellschaft im geschmückten Saal zum Fondue-Essen empfangen. Es begann mit einem Apero mit Weisswein und den typischen Chlaus-Naschereien wie Nüssli, Mandarinen, Feigen, Datteln, Schöggeli und Änis-Gebäck. Beim folgenden feinen Fondue wurde geschwatzt, gelacht und manche Geschichte des bald vergangenen Jahres nochmals Revue passieren gelassen. Zur Überraschung aller gabs schliesslich ein kleines, aber feines Dessertbuffett mit Lebkuchen und gar einem Lebkuchen-Mousse – hhhmmmm...! Renata M. Meile, Thomas Röösli, Michael Huser und Armin Tschopp machten wirklich einen guten Job – denn sie organisierten als Frondienstler den Abend und das Essen, schmückten den Saal, bereiteten das Fondue vor und schauten während des ganzen Abends, dass sich die rudernde Chlausgesellschaft wohlfühlte. Das ist ihr mehr als gelungen – besten Dank.