Text: Roman Oberholzer, Fotos: Corinne Fischer, Bärti Keiser, Roman Oberholzer
Nach zwei Absagen (Sempacher- und Hallwilersee im Januar bzw. Februar) war für den Reussstrecker zu Doras Bruder, dem Fischer Kari Frank in Ennetbürgen, alles bereit: Der See lag ruhig da, die Sonne schien vom wolkenlosen blauen Himmel und die 20 Ruderinnen und Ruderer liessen Mütze und Handschuhe zuhause – es war frühlingshaft warm. Bärti ruderte als Einziger die ganze Strecke oben und unten kurzärmlig – und schwitzte! Um 9.00 Uhr gings los, und man genoss jeden Ruderschlag in der Frühlingssonne. Man hätte in jedem Moment eine Foto knipsen müssen, so toll waren die Bedingungen – doch wir waren zum Rudern und nicht zum Fötelen gekommen. Trotzdem gibts aber eine grosse Auswahl von super Fotos als Bildergalerie – Reinschauen lohnt sich!
Die Strecke bis zum Schartigrat vis-à-vis von Vitznau zog sich in die Länge. Hatte man dies geschafft, genoss man im Gersauerbecken eine fantastische Sicht auf das Skigebiet Klewenalp mit den schneebedeckten Gipfeln Schwalmis und Brisen rechts und den grün-leuchtenden Frühlingswiesen am Bürgenstock links – hey ist die Schweiz schön! Das Landungsmanöver im Strandbad Ennetbürgen erwies sich als heikler als angenommen, aber mit vereinten Kräften schaffte man's. Nun war das Ziel "Fischknusperli" nur noch eine Wiese und einen kalten Bach entfernt, den man gekonnt barfuss in Kneipp-Manier überquerte.
Kari empfing uns in seiner Fischerei "Seehuisli" mit einem feinen Weisswein zum Apero. Danach gings in den "Seehuisli-Saloon", den Partyraum oberhalb seines Fischerhauses. Zu Salat und Gschwelti servierte Kari zusammen mit seiner Tochter feine Fischchnusperli à discretion. Einige von uns werden sicher nicht das letzte Mal bei ihm Fischchnusperli gegessen haben. Nach Kaffee hiess es aufbrechen, denn die Strecke zurück lag noch vor uns. Das Ablegen im Strandbad klappte nun bestens, und einmal mehr genoss man rudernd die schöne Landschaft rund um "unseren" Vierwaldstättersee, diesmal "von der anderen Seite". Auf der Rückfahrt machte sich bei der einen oder dem anderen die noch fehlende Kondition zu Saisonbeginn bemerkbar – oder wurden doch ein, zwei Fischchnusperli zu viel gegessen? Um ca. 16.30 Uhr waren alle Boote wieder in der Bootshalle versorgt, und einige liessen den Tag bei einem Bier im Clubhaus nochmals Revue passieren. Aber alle hatten einen wunderschönen Tag im Ruderboot auf und am Vierwaldstättersee erlebt. Besten Dank an Kari und seine Familie für seine Bewirtung sowie an Mäxi und Bärti fürs Organisieren.