Rudern ist ein Wassersport ...!
Mitte März zog es 16 Reusslerinnen und Reussler für zwei Tage ins Tessin, um auf dem Luganersee zu rudern. Doch es kam anders als gedacht, nicht nur beim Rudern.
Text: Roman Oberholzer, Fotos: Corinne Fischer, Martin Schäfer
Trotz der schlechten Wettervorhersage gab man die Hoffnung aufs Rudern im Tessin nicht auf und verlud am Samstagmorgen die Boote. Doch schon bei der Ausfahrt des Gotthardtunnels verfinsterten sich wegen des starken Regens die Mienen – aber wenns heute nichts wird mit Rudern, dann halt morgen! Vorgesehen und von Marcus Herzog perfekt organisiert waren die landschaftlich schönen Routen Lugano - Gandria - Grenze - Albogasio - San Margeritha - Caprino - Lugano (oder, falls noch Kräfte vorhanden sind, via Campione und Paradiso nach Lugano zurück) sowie Lugano - Melide - Morcote mit Dorfrundgang und Mittagessen im Restaurant - Rückfahrt via Melide nach Lugano.
Der Regen liess jedoch auf der Fahrt nach Lugano nicht nach, so dass am Samstag das Rudern abgesagt und der Bootsanhänger samt Booten auf einem Parkplatz nahe des Club Canottieri Lugano abgestellt wurde. Das Alternativprogramm sah einen Museumsbesuch im Kunst- und Kulturmuseum vor, oder dann eine Wanderung mit Einkehr nach Gandria. Da aber das Museum bis 17 Uhr geschlossen war (Vernissage der Picasso-Ausstellung), und die Wanderer bei einer Galerie vorbeikamen, landeten die vermeintlichen Museumsbesucher doch in der Beiz und die Wanderer doch bei der Kunst – verkehrte Welt!
Nach dem Zimmerbezug in der Jugi am späten Nachmittag ging man in die Stadt; die einen (wieder) ins Museum zur Vernissage, die anderen ins Apero, um sich danach künstlerisch bzw. alkoholisch gestärkt zum Nachtessen zu treffen.
Obwohl sich am Samstagabend der Himmel da und dort lichtete und somit Hoffnung auf Rudern aufkam, zeigte sich am Sonntagmorgen wieder dasselbe Bild – Regen, Regen, Regen, und auch die Prognose versprach keine Besserung. So beschloss man, nach dem Morgenessen zurück nach Luzern zu fahren. Die unbenutzten Boote auf dem Anhänger hatten trotzdem Wasserkontakt, einfach verkehrt – das Boot kopfüber und der Regen kam von oben!
Eben, Rudern ist ein Wassersport, aber wenn das Wasser ständig von oben kommt, machts halt keinen Spass. Dies tat aber der Stimmung nur wenig Abbruch. Und ja, eine Vierergruppe ruderte nach der Ankunft in Luzern noch eine Runde auf dem heimischen Vierwaldstättersee.
hier >> gehts zur Bildergalerie