Reussstrecker Juli 2018

Wie schön ist der Vierwaldstättersee!

 

Das OK der Reussstrecker musste wegen schlechter Ein- und Auswasser-Möglichkeiten auf der Aare umdisponieren und schlug eine Fahrt auf heimischem Gewässer vor. Und die sollte es in sich haben, denn auch das Wetter machte mit.

 

Text: Roman Oberholzer, Fotos: Denise Bürkler, Roman Oberholzer

 

10 Ruderinnen und Ruderer trafen sich am Samstagmorgen, 14. Juli, um 8 Uhr im Reuss. Da man auf dem Vierwaldstättersee ruderte, entfiel eine Hin- und Rückfahrt sowie das Ab- und Anriggern der Boote. Mit zwei C-Booten gings Richtung Winkel, wo man zu Kaffee und Gipfeli anlegte. Mit dieser Stärkung im Bauch wurde die Ruderrunde munterer, Sprüche wurden geklopft und Ruderanekdoten erzählt. Doch alsbald hiess es aufbrechen, denn es lagen noch einige Kilometer vor uns. Entlang des Hergiswiler Ufers ging es Richtung Stansstad, dort unter der Autobahnbrücke hindurch weiter auf den Alpnacher See. Das Wasser war noch ruhig, was sich aber im Verlaufe des Tages ändern sollte. Gegen Mittag erreichte man das Alpnacher Badibeizli, wo man nach einem Apero in Form eines kurzen Bades zu Mittag ass. Danach ruhten sich einige bei einem Mittags-Nickerchen aus, andere sprangen nochmals ins kühle Nass.

 

Um ca. halb drei wurde die vorletzte Etappe in Angriff genommen, von Alpnachstad nach Baumgarten. Wie schon erwähnt, war das Wasser wegen der Wellen etwas gar garstig, doch mit vereinten Kräften kämpfte man sich durch. In Baumgarten war der Dessert-Halt geplant – doch wegen des (nicht zu) warmen Wetters griff die Mehrheit der Ruderinnen und Ruderer zu einem kühlen Orangenmost. Nach einem letzten Schwumm im See hiess es wieder nass Einsteigen, was wegen des groben Kieses im Uferbereich nicht ganz einfach ging. Die daraus resultierenden (un-) gewollten Showeinlagen in Form von zittrigen Storchenschritten entlockten den dort badenden Hotelgästen einen Spontan-Applaus.

 

Auf der Strecke Baumgarten-Kastanienbaum-Luzern war wegen des Wellengangs an kein geordnetes Rudern mehr zu denken – ja ein Boot erwischte eine hohe Welle im falschen Winkel und wurde erheblich mit Wasser gefüllt, so dass der Ruderbetrieb für ca. fünf Minuten ruhte und alle mit Schöpfen beschäftigt waren. Aber beide Boote kamen so gegen fünf Uhr nachmittags gut im Reuss an.

 

Welch schöner Tag dies war, mit Rudern, Essen, Schwimmen, Schlafen – ein Entspannungstag ohne Stress. Weiter so!

 

 

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