Wenn die Fischknusperli rufen
Anlässlich des Reussstreckers im März lockten Doras Bruder Kari und seine Frau Susi mit ihren feinen Fischknusperli 17 Reusslerinnen und Reussler nach Ennetbürgen – es lohnte sich!
Text: Roman Oberholzer, Fotos: Lisbeth Portmann, Piet Brandes, Paul Ottiger, Gregor Hotz und Roman Oberholzer
Das Wetter war perfekt, sonnig und frühlingshaft warm, so dass Bärti gar in kurzen Hosen und Tshirt ruderte. Die Bootseinteilung war rasch erledigt, und so stach man gegen 9.45 Uhr in See. Das Panorama war tatsächlich grossartig: ruhiger See, wärmende Sonne und ringsherum schneebedeckte Berge!
Der Bürgenstock ist mit seinem weiten Ausläufer Schartigrat nach Osten (siehe letzte Foto in der Bildergalerie) nicht zu unterschätzen – der "Abzweiger" nach Südwesten Richtung Ennetbürgen will und will nicht kommen. Aber irgendwann kam er doch, und mit Blick auf die Schneeberge Klewenalp/Stockhütte zur Rechten und zum Bürgenstock zur Linken wurden die letzten vier Kilometer bis zur Fischerei Seehuisli von Susi und Kari Frank in Angriff genommen. Beim nahegelegenen Strandbad Buochs-Ennetbürgen wurde nass ausgewassert – ganz in Kneipp-Manier! – währendem der Gastgeber schon mit kühlem Weisswein und Salzgebäck wartete. Danach gings hoch in den Partyraum, wo der Duft von Salaten, Gschwellti, Tartaresauce und ... Fischknusperli in der Luft lag – und all dies alsbald auf dem Teller – en Guete!
Bei den à discretion servierten Fischknusperil war schwierig, nein zu sagen, aber die Gefahr des Zurückruderns mit zu vollem Bauch setzte dem Festschmaus spätestens nach dem dritten Teller ein Ende. Zwischendurch wurde am langen Tisch viel geplaudert und gelacht, und Philomena setzte sich zum Gaudi sechs(!) Sonnenbrillen auf (siehe Foto in der Bildergalerie).
Nach Kaffee und einem kleinen Mittagsschlaf an der Sonne wurde wieder eingewassert und zurück nach Luzern gerudert. Mental und auch körperlich gestärkt gings nach dem Knick beim Schartigrat auf die lange Gerade Richtung Meggenhorn/Luzern – doch war das? Da liess sich tatsächlich ein Ruderboot von einem Motorboot ein paar hundert Meter abschleppen! Anfänglich war es ein als Witz gemeinter Zuruf ins Motorboot: "Ihr chönnt üs ja abschleppe", aber die drei Jungs im Motorboot nahmen es ernst, warfen das Seil, verknoteten es – und los gings!
Immer wieder sah man glückliche Rudergesichter, welche sich über die Schönheit des Vierwaldstättersees in der Frühlingssonne freuten. Gegen 16.30 Uhr erreichte man das Clubhaus, und um 17 Uhr waren alle Boote säuberlich versorgt. Und die Teilnehmer/innen um einen kulinarisch perfekten Reussstrecker reicher.
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