Vogalonga Juni 2019

Text: Lucia Imboden und Roberto Frei, Fotos: Markus Schuler, Philomena Scheiwiller, Clemens Nielke, Corinne Fischer, Lucia Imboden

 

Zum ersten Mal nach 45 Jahren fand die diesjährige Vogalonga unter Beteiligung von Lucia und Roberto statt. Nicht zuletzt wegen diesem illustren Line-up (vom RCR waren auch BarbarAndreasLuciaClemensBärtiCorinne-PhilomenaHanny dabei) waren dieses Jahr ca. 7800 Teilnehmer auf 2000 Booten verschiedenster Art (Kanu, Drachenboote, Pedalo-Kanus, Velos auf Standup paddles, Standup paddles, Kanus mit Ausleger, elegante Gondeln) am Start.

 

Wir ruderten durch den Canale Grande an den Start, beeindruckt von der malerischen Kulisse der unzähligen prachtvollen Palazzi. Vor der Piazza San Marco versammelten sich alle Boote, worauf, pünktlich um 9 Uhr, ein Kanonenschuss die „non competitiva“ Regatta («Non competitiva» würde übrigens auch für die übereifrigen und unverbesserlichen «Fahnenklauer» gelten!) freigab. Wir wurden vom erfahrenen präsidentialen Steuermann sicher durch das anfängliche Gedränge gelotst, was einen deutschen Kanuten zu folgendem Kommentar verleitete: „Toller Steuermann“. Wir ruderten stadtauswärts, bis zum Wendepunt nach Burano, begleitet von den vielen farbig geschmückten Booten, Gondeln und Kanus.

 

Der Rückweg führte über eine längere Strecke offenes Wasser, die Sonne brannte, der A***h schmerzte bis wir dann im Canereggio, einem engen Canale, vom Publikum begeistert empfangen wurden: vergessen waren alle Mühseligkeit.

 

Das Schlusstück führte uns durch den Canale Grande, wo wir am Ende mit Bananen gefüttert wurden und stolz unsere wohlverdienten Medaillen erhielten. Unter den illustren Gästen im Ziel befanden sich il questore Maurizio Masciopinto, il commandante provincile dei carabinieri Claudio Lunardo (siehe: il Gazzetino vom 10.6.2019).

 

Nach dem Rudern die Arbeit: abriggern, zurückfahren … dann war es an der Zeit, die italienische Küche zu geniessen: die Trattoria gleich um die Ecke hatte für alle etwas Passendes.

 

Am Montagmorgen fuhren wir mit dem Bus mitten in die Stadt, wo wir durch die Gassen schlenderten, Casanova (das Museum, nicht ihn selbst) besuchten und mit dem Vaporetto über die Wellen nach Torcello und Burano fuhren. Auf der Piazza Santa Margerita, im Studentenviertel, liessen wir uns nochmals von der italienischen Lebensfreude inspirieren: La vita e bella, viva la Vogalonga!

 

PS: Ein spezieller Dank geht an Markus und Bärti für die Organisation und das Fahren!

 

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