Reussstrecker Lac de Gruyere Okt 2019

 

Die Wettervorhersage für die geplanten Ausflüge diesen Sommer waren meistens schlecht. Die Hoffnung, dass genau am 12. Oktober noch einmal schönes, sonniges, warmes Wetter war nicht gross. Dann kam die Überraschung. Sonne, 23°C und Windstille war angesagt. Perfekt!

 

Text: Marina Hunziker Fotos: Martin Schäfer, Marina Hunziker, Roman Oberholzer, Corinne Fischer, Paul Ottiger, Markus Schuler

 

Am morgen früh trafen sich 12 Reusslerinnen und Reussler schlaftrunken zur Abfahrt für einen tollen Ausflug auf den Greyerzersee. Als kurz vor Bern die Sonne aufging und hinter den nebelbedeckten Felder die Berner Alpen präsentierte, wussten wir, dass wir uns keinen besseren Tag hätten aussuchen können.

 

In Morlon FR angekommen, wurden alle Boote bereit gemacht, die Socken ausgezogen, und rein gings ins kalte Wasser! Boot für Boot war startklar, und so ging es los. Durch Schwemmholz bahnten wir langsam unseren Weg einmal um den See.

 

Das Wasser war spiegelglatt. Die Sonne schien mit ganzer Kraft auf den See. Nur die Rollsitze waren zu hören und in weiter Entfernung das Rauschen der Autobahn. Was gleich ins Auge stach war eine grosse Brücke. Darunter fühlte man sich gleich so klein. Weiter ging es zu unserem Mittags-Ziel, der Île d’Ogoz, auf welcher wir fast genau Punkt 12 Uhr anlegten.

 

Nach dem Mittagessen aus dem Seesack musste natürlich die Insel entdeckt werden. Die Kapelle und die 2 grossen verwitterten steinernen Türme machten ja schliesslich neugierig und sitzen konnten wir später im Boot wieder genug! Eine hohe Wendeltreppe ermöglichte es uns, auf die Türme zu steigen, von wo wir einen atemberaubenden Ausblick über den (fast) ganzen Greyerzersee hatten. Noch ein kurzes Gruppenfoto, und dann ging es gestärkt wieder weiter in Richtung Staumauer am nördlichen Ende des Sees.

 

Am nördlichen Ende des Sees war die Landschaft anders als am südlichen Ende: Grosse Felsen und steile Hänge waren nun der Ausblick. Eine kleine Nische wurde mit dem 2-er Boot ausgekundschaftet, ein weiteres Fotosujet auf dem Rückweg war die Autobahnbrücke von unten.

 

Unsere Truppe war lustig und wir haben viel gelacht. Als Martin meinte, er sieht einen Flügel auf dem See, dachte ich an einen Witz. Ich drehte mich um. Was war denn da auf diesem Floss? Tatsächlich! Kein Klavier, nein, ein Flügel… Komische Leute diese Welschen…

 

Nach 28km rund um den See schmerzten die Hände, der Rücken und Morlon schien weit weg. Am Startpunkt angekommen ging es ans Auswassern, Boote aufladen, umziehen und es sich wieder im Bus gemütlich machen. Nach 12 Stunden sind wir müde, aber alle gesund und glücklich wieder im Reuss angekommen. Die Boote waren schnell abgeladen und wieder versorgt. Zum wohl verdienten Feierabend gab es für die einen noch ein Feierabendbier, für die anderen ging es direkt nach Hause…

 

Vielen Dank an alle und gerne auf ein anderes Mal! Prost!

 

hier >> gehts zur Bildergalerie - wirklich sehenswert!

 

 

zurückzurück

zum Seitenanfang zum Seitenanfang